24’000 Unterschriften gegen den Stierkampf übergeben
Am 28. Mai 2009 hat VETO (Verband Tierschutz-Organisationen Schweiz) der Spanischen Botschaft in Bern 24 000 Unterschriften gegen den Stierkampf übergeben.
Diese blutigen Schauspiele - von der Propaganda immer noch als „Kultur“ und „wertvolle Tradition“ gepriesen - erwecken bei immer mehr Spanienreisenden Abscheu und Widerwillen. Wie Umfragen zeigen, lehnt auch eine Mehrheit der spanischen Bevölkerung Stierkämpfe ab. Über 450’000 Unterschriften wurden bereits 2005 und 2006 in und ausserhalb Spaniens für ein Verbot des Stierkampfes gesammelt. Diese international abgestützte Petition wurde u.a. von Paul Mc Cartney, Jane Goodall und dem Dalai Lama unterstützt. Seitdem laufen die politischen Bemühungen für ein Verbot in Katalonien.
Leider gilt der Tourismus als grösster Stierkampf-Promoter und viele Touristen lassen sich noch immer beschwatzen, dass der Besuch eines Stierkampfes in ein Spanien-Reiseprogramm gehöre. Doch in neuester Zeit zeigen sich auch in dieser Branche Risse. So weisen die deutschsprachigen Reisebuchautoren, -journalisten und -fotografen in ihrem Internetportal auf die Grausamkeit dieser Veranstaltungen hin und nennen sie unverblümt eine „Abschlachterei“.
Das grosse Interesse, das
die Unterschriftensammlung des VETO bei der Bevölkerung in kurzer Zeit gefunden
hat, zeigt deutlich, dass auch in der Schweiz ein Umdenken im Gange ist, eine
Entwicklung, die auch der Tourismusbranche zu denken geben müsste.
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