Schluss mit Tierversuchen
Wir laufen nach Brüssel, um den Tieren in den Laboratorien der Europäischen Union eine Stimme zu geben!
Mehr als 12 Millionen Versuchstiere leiden und sterben in den europäischen Versuchslabors. Die mittlerweile 20jährige EU-Tierversuchsrichtlinie 86/609 ist überaus veraltet, ignoriert den heutigen Forschungsstand auch hinsichtlich Alternativen und umfasst diverse wichtige Bereiche nicht, so zum Beispiel die Grundlagenforschung oder Lehre und Ausbildung.
Auch die EU hat den Handlungsbedarf erkannt; die Richtlinie befindet sich endlich in Revision. Im Revisionsentwurf der Europäischen Kommission sind einige sehr wichtige und nützliche Neuerungen enthalten, die den Tieren wirklich helfen können. Leider haben die verschiedenen Gremien im bisherigen Verfahren diverse hilfreiche Neuerungen zum Schutz der Tiere abgelehnt und hingegen schwammige oder gar kontraproduktive Bestimmungen angenommen, die das Schutzniveau teilweise sogar senken. Und die Chance, endlich den entscheidenden, wegweisenden Schritt in eine Zukunft ohne Tierversuche zu tun und entsprechende Signale zu setzen, wurde einmal mehr verpasst.
Eine einzigartige gemeinschaftliche Kampagne versucht nun Einfluss zu nehmen und den – wirtschaftlichen Lobby-Interessen immer unterliegenden – Tieren eine kräftige Stimme zu verleihen. Aber diese Bemühungen brauchen Unterstützung von allen Tierschutzern
Wir wollen, dass
- mehr Mittel in die Erforschung alternativer Methoden investiert werden und die heute bestehenden Alternativen gefördert und verbreitet werden. Alternativen haben Vorrang vor Tierversuchen, das sollte endlich deutlich gemacht werden!
- die Öffentlichkeit mehr über Tierversuche erfährt: wie viele und welche Tiere werden für welche Forschungsvorhaben verbraucht? Transparenz, Information, Rechenschaftspflicht und ethische Begutachtungen sind unerlässlich, damit die Öffentlichkeit über die Notwendigkeit von Tierversuchen befinden kann. Nicht vergessen: die Steuerzahler finanzieren Tierversuche kräftig mit!
- Tiere, die in Tests verwendet werden, haben den höchstmöglichen Schutz verdient! Haltungsbedingungen, soziales Umfeld und Handling gehören ebenso dazu wie der Versuch an sich. Auch hier gibt es enormen Handlungsbedarf. In der 27 unterschiedliche Staaten umfassenden EU wohl gar noch mehr als bei uns in der Schweiz.
Derzeit liegt der Ball beim EU-Ministerrat – dieser wird bald über die Zukunft der Versuchstiere entscheiden. Es ist also wichtig, jetzt Einfluss zu nehmen. Danke, dass auch Sie den Labortieren Ihre Stimme leihen.
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