Wie kommt der Delphin ins Becken


Viele hegen den Wunsch, Delphine live zu sehen oder mit ihnen zu schwimmen. Delphinarien schiessen weltweit wie Pilze aus dem Boden. Das Geschäft ist lukrativ: Nach aktuellen Schätzungen werden pro Delphin in Schwimmprogrammen, Shows und Therapieangeboten jährlich mehr als eine Million Franken verdient.

Wer sich von albernen Kunststücken gefangener Delphine unterhalten lässt, sollte auch wissen, wie die Tiere ins Becken gelangen. Fast alle Show- und "Therapie"-Delphine lebten einst wild und frei im offenen Meer, wo sie brutal gefangen und ihrem Familienverband entrissen wurden. Besonders grausam sind die Treibjagden vor Japans Küsten. Mehr als tausend Delphine werden beim japanischen Fischerdorf Taiji jedes Jahr in eine Bucht getrieben und getötet.

In Gang gehalten wird dieses Gemetzel von der Delphinarien-Industrie. 180 000 Franken Prämie kassieren die Fischer für die prächtigsten Tiere, die später lebenslang für noch mehr Geld in engen Betonbecken und abgeschlossenen Meeresbuchten Menschen amüsieren und "therapieren" sollen. Sind die "Showstars" abtransportiert, wird der Rest der Delphinfamilien mit Schlachterhaken und Messern getötet und zu Dosenfleisch, Düngemittel und Hundefutter verarbeitet.

Leider ist auch in Europa ein wachsendes Interesse an Delphinschwimmprogrammen und Delphinarien zu verzeichnen und es werden vielerorts neue Delphinarien gebaut. Diesem Trend muss unbedingt Einhalt geboten werden.

OceanCare hat eine Petition an die EU gegen den Neubau von Delphinarien und gegen den Handel mit Delphinen und Walen lanciert, die bereits von einigen Organisationen unterstützt wird. Unterstützen auch Sie die Petition und sammeln Sie Unterschriften in Ihrem Umfeld. Mehr Informationen über die Schattenseiten des Delphinarienbooms erfahren Sie hier.



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